Perspektiven der Franklin Templeton Fixed Income Group
Christopher Molumphy, Global Fixed Income Team von Franklin Templeton
Köln, den 13.04.2012 (Investmentfonds.de) -
US-KONJUNKTUR ZIEHT LANGSAM WEITER AN
Alles in allem tendieren die Daten aus den USA weiter
aufwärts. Insbesondere die Arbeitsmarktlage hat sich
deutlich entspannt, was Hoffnungen auf steigenden
Konsum weckt. Die Zahlen des Arbeitsministeriums
weisen für Januar 284.000 neu geschaffene Stellen in
der US-Wirtschaft aus und für Februar weitere 227.000
(vorläufiger Wert). Im öffentlichen Sektor waren die
Zahlen rückläufig, doch die private Wirtschaft stellte bis
Februar über drei bzw. zwölf Monate 750.000 bzw. 2,2
Millionen neue Mitarbeiter ein. Die Erstanträge auf
Arbeitslosenunterstützung sind stark gefallen und der
dynamische Rückgang der Arbeitslosenquote hat die
Wirtschaftsexperten wiederholt überrascht. Die bessere
Beschäftigungssituation hat die Ausgaben im
Einzelhandel aufleben lassen. Im Januar fielen die
Einzelhandelsumsätze durchwachsen aus, im Februar
stiegen so schnell wie seit fünf Monaten nicht.
Währenddessen zog die Aktivität im
Dienstleistungsgewerbe im Februar so rasch an wie
seit einem Jahr nicht mehr und das Minus bei den
Fabrikaufträgen im Januar (infolge auslaufender
Steuererleichterungen) fiel mit 1% geringer aus als
befürchtet.
Der Zuwachs des Bruttoinlandsprodukts (BIP) für das
letzte Quartal 2011 wurde aufs Jahr gerechnet von
2,8% auf 3,0% heraufkorrigiert – deutlich mehr als in
den letzten beiden Quartalen. Im Beige Book der USNotenbank
Federal Reserve (Fed) stand, die USWirtschaft
sei im Januar und Anfang Februar in
„geringem bis moderatem“ Tempo weitergewachsen.
Frühindikatoren sprachen klar dafür, dass diese
Dynamik in den kommenden Monaten anhalten
könnte. Berücksichtigt wurden so unterschiedliche
Indikatoren wie die Zunahme von Gewerbe- und
Industriekrediten, sprunghaft bessere Stimmung unter
den Eigenheimbauern und ein recht beständiger
Rückgang der wöchentlichen Erstanträge auf
Arbeitslosenunterstützung. Die Nachfrage nach
Arbeitskräften dürfte ebenfalls steigen. Bislang
konnten die Unternehmen die Produktivität ihres
vorhandenen Personals erhöhen, doch bei
anziehendem Konsum sind sie zu Neueinstellungen
gezwungen.Andere Indikatoren stimmen nicht ganz so zuversichtlich. So
gab es Anzeichen für verstärkte Aktivität auf dem Häusermarkt.
Die Umsätze mit bestehenden Eigenheimen stiegen in den USA
im Januar auf das höchste Niveau seit knapp zwei Jahren, doch
gleichzeitig sanken die Umsätze mit Neubauten und auch deren
Preise. Negativ wirkte ferner, dass die Aufträge für langlebige
Güter im Januar einbrachen, was Fragen zu einem der
wichtigsten Konjunkturtreiber des letzten Jahres aufwirft.
Außerdem wird befürchtet, die Gewinnmargen von USUnternehmen
könnten ihr Hoch überschritten haben und in den
kommenden Jahren nachgeben. Kräftige Ölpreissprünge stellen
allmählich eine spürbare Bedrohung dar und die
Aufwärtskorrektur des Wachstums fürs vierte Quartal ging
hauptsächlich auf den Aufbau von Lagerbeständen zurück,
während der Maßstab für die Inlandsnachfrage kaum reagierte.
Solche Daten dürften den vorsichtigen Ton rechtfertigen, den
US-Notenbankchef Ben Bernanke Ende Februar vor dem
Kongress anschlug. Bernanke äußerte, er rechne weiterhin mit
Wachstum „in ähnlichem oder etwas höherem Tempo“ wie im
zweiten Halbjahr 2011, räumte aber ein, der Aufschwung
verlaufe „ungleichmäßig und verhalten“ und „die Voraussetzung
für anhaltende Verbesserungen auf dem Arbeitsmarkt dürften
stärkere Zuwächse bei Endnachfrage und Produktion sein.”
Ferner wies Bernanke eindringlich darauf hin, dass die lockere
Geldpolitik der Fed zyklische Krisen bekämpfen und die Effekte
periodischer Konjunkturschwankungen dämpfen könne, aber
kein „Allheilmittel” sei. Die langfristige Gesundheit der USWirtschaft
sei stärker von politischen Entscheidungen auf
höchster Ebene über Fragen wie die Rückführung des USHaushaltsdefizits
abhängig.
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