SafraSarasin: Ein Schweizer Staatsfonds ist kein wirtschaftspolitisches Allheilmittel
Karsten Junius, Chief Economist bei der Bank J. Safra Sarasin AG
Karsten Junius, Chief Economist bei der Bank J. Safra
Sarasin AG, schreibt in einer aktuellen Einschätzung:
"In schöner Regelmäßigkeit kommt das Thema „Schweizer Staatsfonds“
immer wieder auf die mediale Tagesordnung. Meist ist das der Fall,
wenn der Franken durch massive Kapitalzuflüsse erneut droht aufzu-
werten. Dies könnte schon bald wieder möglich sein, wenn sich die
EZB dazu entschließen sollte, ihre Wertpapierankäufe auszuweiten.
Sie würde dann noch mehr Liquidität in die Märkte schießen, von dem
ein Teil aus dem Euro ab- und in den Frankenraum zufließen könnte.
Daraus resultiert häufig der Vorschlag, dass die Schweiz die ihr
zufließenden Devisen doch zum Aufbau eines Staatsfonds nutzen könnte.
Der Kapitalzufluss würde dann nicht den Franken weiter aufwerten, da
die Devisen gleich wieder zum Ankauf von ausländischen Aktien, Obliga-
tionen oder alternativen Anlagen verwendet würden. Diese könnten zum
einen in Notlangen verwendet werden und würden zum anderen einen
höheren laufenden Ertrag erwirtschaften. Vorbilder sind dabei die
Staatsfonds von Norwegen, Kuwait oder Katar, die in den letzten
Jahrzehnten Milliarden Vermögen aufgehäuft haben."
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